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Eingangsüberdachung in Rissegg
Projektbericht vom

Am Hauseingang ist der Platz die knappste Größe. Neben der Eingangstreppe fällt hier der Boden ab, weil dort der Abgang ins Untergeschoss liegt, und für die Stützen blieb nur der schmale Streifen an seiner Kante. Genau dort stehen sie, aufgesetzt auf die vorhandene Kante: ein Stück weiter innen hätten sie den Weg versperrt, ein Stück weiter außen stünden sie im Gras.
Glas statt geschlossenem Geländer
Die Kante über dem Abgang braucht eine Sicherung, und sie besteht hier aus klarem Glas in schmalen anthrazitfarbenen Rahmen, oben mit durchlaufendem Riegel. Ein geschlossenes Geländer hätte den tiefer liegenden Bereich abgedunkelt; so bleibt das Licht am unteren Fenster, und der Blick geht über das Gras bis zum Feld dahinter. Der Neubau steht in Rissegg am Rand der Bebauung, ringsum sind die Grundstücke noch jung.

Gerechnet für den Schnee vom Hausdach
Über der Tür läuft die Überdachung als schmale Glasscheibe weiter, getragen von schlanken Stützen im selben Anthrazit wie Fenster und Türrahmen. Die Profile stammen von einem Atrium plus von Solarlux. Die Lastannahme ist hier aber eine andere als über einer Terrasse: Über einem Eingang kommt zur normalen Schneelast noch das dazu, was vom Hausdach abrutscht und unten liegen bleibt. Für die freie Fläche setzt die Norm hier rund 95 Kilo je Quadratmeter an. Über einem Eingang, unter den der Schnee vom Hausdach rutscht, werden daraus in der Rechnung bis zu rund 250. Regen von oben hält das Glas ab, den Wind von der Seite nicht: Bei Schlagregen wird der Platz vor der Tür trotzdem nass. Trocken bleibt, worauf es ankommt, nämlich die Stufen aus hellem Stein, der Briefkasten und der Bereich direkt vor dem Schloss. Wer mit vollen Taschen ankommt, stellt sie dort ab und sucht den Schlüssel im Trockenen.






