Terrassenüberdachung · Raum Biberach
Kaltwintergarten in Riedlingen
Projektbericht vom

Der Boden dieses Kaltwintergartens liegt höher als der Garten. Damit die Fläche eben und trocken bleibt, steht sie auf einem verputzten Sockel; die Stirnkante des Podests ist mit grauem Blech verkleidet, auf gleicher Höhe liegen drinnen die Dielen, und darunter bleibt eine offene Nische. So steht der Raum in Riedlingen einen Schritt über dem Rasen.
Dreiseitig aufschieben
Am Wandanschluss sitzt ein leichter Tiefenversatz, mit dem sich die Konstruktion der vorhandenen Terrasse anpasst. An drei Seiten stehen Dreh-Schiebeelemente von Solarlux. Sie laufen bis auf die Dielen, gleiten zur Seite und lassen sich zusätzlich aufdrehen, sodass der Raum sich nahezu vollständig öffnet; die Laufschiene liegt direkt im Boden, an der Ecke treffen zwei Fronten auf einen schlanken Pfosten. Geschlossen steht der Raum windstill über dem Garten, geöffnet ist er wieder eine Terrasse mit Dach. Das Dach ist ein Alerio: Die Statik liegt innen, die Sparren bleiben schmal, und über dem Sitzplatz steht wenig zwischen Blick und Himmel. Sparren, Pfosten und Rahmen tragen dasselbe mittlere Grau, RAL 9007 in Feinstruktur, ausgeführt in einer besonders wetterfesten Pulverbeschichtung.

Beschattet, aber nicht beheizt
Zwei Beschattungen teilen sich die Arbeit: Unter dem Glasdach liegt eine Markise, an den Glasseiten fahren Senkrechtbeschattungen von Warema herunter. Die eine nimmt die Sonne von oben, die anderen die flache Sonne von der Seite, und wer nicht in den Nachbargarten schauen will, lässt sie unten. Eine Heizung hat der Raum dagegen nicht. An einem klaren Januarmorgen ist es hinter dem Glas kaum wärmer als davor. Seine Zeit hat der Raum im Frühjahr und im Herbst, wenn der Wind draußen noch zu kalt ist und der Tag drinnen zu schade.

Genutzt wird der Raum als Sitzplatz über dem Garten: Auf dem Stuhl am Glas sitzt man höher als der Rasen und schaut über ihn hinweg. Sind die Elemente zur Seite geschoben, steht dazwischen nicht einmal mehr Glas.




