Terrassenüberdachung · Raum Biberach
Terrassenüberdachung in Langenenslingen
Projektbericht vom

Nicht jede Wand ist hier aus Glas. Zwei Seiten stehen bis zum Boden offen und laufen über Eck weiter, hinaus über helle Steinplatten auf den Rasen; die beiden anderen sind geschlossen, eine hell verputzt, eine mit Holzbrettern in vielen Brauntönen verkleidet. So steht der Raum in Langenenslingen zwischen Terrasse und Zimmer: mit Wänden wie ein Haus und trotzdem offen zum Garten.
Was sich öffnen lässt
Die offenen Seiten sind Schiebeanlagen. Die Profile sind beschichtetes Aluminium, die Rollen aus Edelstahl, deshalb laufen auch die schweren Flügel leicht. Das Flachdach steht nicht frei, es hängt an den beiden festen Wänden und braucht deshalb vorn nur zwei Stützen. In beiden sitzt direkt unter dem Dach ein schmales Fensterband, durch das Licht hoch an die Wand fällt. Der Boden ist mit großformatigen Fliesen in Holzoptik belegt, ein schmaler Streifen Holz liegt an der Schwelle: Wer aus dem Zimmer kommt, macht den Schritt über diesen Streifen und ist im Glashaus.

Wenn die Sonne zu viel wird
Über die ganze Dachfläche spannt sich ein helles Tuch. Ohne es stünde die Mittagssonne ungefiltert auf dem Bartisch, und der Raum wäre an heißen Tagen nur früh und spät zu gebrauchen, denn Glas heizt sich auf. Das Dach ist ein Acubis: Draußen bleibt seine Kante gerade, drinnen läuft die Decke ohne Absatz von der Holzwand bis zur Glasfront.
Eingerichtet ist das Glashaus für Gäste: Bartisch und Hocker mitten im Raum, an der Holzwand eine Outdoor-Küche. In der Holzwand sitzen Schalter und Steckdosen in Griffhöhe, sodass Licht und Strom am Sitzplatz liegen. Steht die Glasfront offen, kommt die Terrasse als zweite Fläche dazu.




