Terrassenüberdachung · Raum Biberach
Schlichtes Glashaus bei Munderkingen
Projektbericht vom

Das Haus bei Munderkingen ist noch jung: weißer Putz, Fenster in Anthrazit, ringsum ein Garten, in dem alles gerade erst wächst. Das Glashaus vor der Terrassentür hält sich in dieser Umgebung bewusst zurück: Seine Profile sind nicht anthrazit wie die Fenster, sondern hellgrau, fast im Ton der Fassade. Schlicht ist hier keine Verlegenheit, sondern das Konzept.
Hellgrau statt Anthrazit
Das Dach ist ein Atrium plus von Solarlux, ein flach geneigtes Pultdach an der Hauswand. Ringsum laufen Ganzglas-Schiebewände ohne senkrechte Rahmen: geschlossen schützen sie den langen Holztisch und die geflochtenen Stühle vor Wind und Regen, geöffnet schieben sich die Scheiben hintereinander, und der Raum wird Teil der Terrasse. Gegen die hohe Sommersonne fährt oben auf dem Glasdach eine helle Markise aus; das Licht darunter wird weich, und der Schatten wandert mit dem Nachmittag über den Tisch.

Drinnen der Tisch, draußen die Liege
Rechts neben dem Glashaus läuft das helle Pflaster als offene Terrasse weiter, dort steht die Sonnenliege. Zwei Plätze auf einem Belag: einer unter Glas für Essen und Regentage, einer unter freiem Himmel. Beheizt ist das Glashaus nicht, ein Zimmer ersetzt es nicht: Es ist ein Wetterschutz aus Aluminium und Glas, der die Gartensaison im Frühjahr früher beginnen und im Herbst später enden lässt. Der Olivenbaum im Beet ist noch klein; bis er einmal Schatten wirft, übernimmt das die Markise.





