Terrassenüberdachung · Raum Memmingen
Seitliche Verglasung der Terrasse in Leutkirch
Projektbericht vom

Überdacht war dieser Platz an einem Haus bei Leutkirch schon vorher: zurückgesetzt unter dem Obergeschoss, mit verputzter Decke und eingelassenen Spots. Offen waren die Seiten: Durch die verputzten Rundbögen kamen Wind und Regen ungehindert herein, und bei schlechtem Wetter war der Platz kaum zu gebrauchen. Geschlossen sind die Bögen jetzt mit einer Schiebeverglasung, die in die vorhandenen Öffnungen eingepasst ist, ohne dass an den Bögen selbst etwas verändert wurde.
Glas in der Bogenöffnung
Bis auf einen gerahmten Flügel haben die Felder keine seitlichen Rahmen, Scheibe stößt an Scheibe. Oben folgt das Glas der Rundung des Bogens, unten läuft es in einer Schiene mit mehreren Spuren. Der Flügel trägt ein dunkles Stoßprofil und eine eingelassene Griffschale, über ihn geht man hinein und hinaus. Weil das Glas klar bleibt und ohne Sprossen auskommt, verliert der Platz kein Licht: Der Bogen rahmt den Blick nach draußen weiter, nur mit einer Scheibe davor.

Windstill, aber nicht warm
Geschlossen nimmt die Anlage den Wind, der über die Wiese kommt, deutlich zurück, und auch an kühleren Tagen sitzt man geschützt. Der Esstisch bleibt trocken, auch wenn der Regen quer über die Wiese kommt, und genutzt wird der Platz seitdem häufiger und über das ganze Jahr. Warm wird es hinter dem Glas trotzdem nicht: Geheizt wird hier nichts, im Januar sitzt man weiterhin draußen, nur eben ohne Zug. Im Sommer lassen sich die Felder öffnen, dann ist der Bogen wieder eine Öffnung.

Glas im Bogen, eine Schiene im Boden: Gemerkt wird der Unterschied am Tisch, sobald draußen der Wind über die Wiese geht.




