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Eingangsüberdachung in Trochtelfingen
Projektbericht vom

Die meisten Überdachungen werden an eine Hauswand gehängt; diese hier sitzt in einer Öffnung: Oben, unten und an beiden Seiten läuft der ockerfarbene Putz des Hauses weiter, dazwischen liegt Glas auf Sparren in RAL 8019 Graubraun, einem warmen Dunkelbraun, das sich neben dem hellen Putz zurücknimmt. Dass die Verglasung genau in die Öffnung des Ringgurts passt, war schon in der Hausplanung Thema, abgestimmt zwischen den Bauherren, dem Architekten und uns. Man muss zweimal hinsehen, bis man merkt, dass hier überhaupt etwas hinzugekommen ist.
Der Vorplatz bleibt trocken und hell
5,4 mal 3,8 Meter misst die Fläche unter dem Glas, genug für zwei Fahrzeuge vor dem breiten Garagentor. Das Pflaster führt von der Straße herauf, unter das Dach und weiter zu einem dunklen Tor in der seitlichen Wand; der Zugang von der Garage bis zur Haustür bleibt damit trocken. Weil oben Glas liegt statt einer geschlossenen Decke, bleibt der Platz dabei hell: Bei hohem Sonnenstand legen die Sparren ein Streifenmuster auf die sandfarbenen Platten, das im Lauf des Tages über den Boden wandert.

Wohin das Wasser läuft
Das Regenwasser läuft an der verputzten Stütze hinunter in einen Bodeneinlauf, und dort, wo das Glasfeld an den Putz stößt, sitzt die Abdichtung, über die man später nicht mehr spricht. Trochtelfingen liegt auf der Schwäbischen Alb, wo im Winter ein Vielfaches dessen an Schnee auf einem Quadratmeter Dach liegen kann als unten an der Donau. Auf diese Last ist die Konstruktion gerechnet. Sauber bleibt ein Glasdach an dieser Stelle allerdings nicht von allein. Direkt daneben stehen hohe Nadelbäume, und was von ihnen fällt, bleibt oben liegen, bis jemand die Fläche abzieht. Dafür sieht man von unten weiter den Himmel, und der Schnee liegt auf dem Glas statt auf dem Pflaster. In Trochtelfingen beginnt der überdachte Teil des Wegs damit schon an der Einfahrt.





