Terrassenüberdachung · Raum Friedrichshafen
Glashaus im Deggenhausertal
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Wittenhofen im Deggenhausertal (Bodenseekreis)
Größe
ca. 4,9 × 3,5 m (rund 17 m²)
Montagedauer
3 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Acubis mit freistehendem Wandanschluss
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 12 mm
Farbe
Anthrazitgrau (RAL 7016)
Zubehör
Seiten
Glas-Schiebewände SL 25 XXL, 16 Flügel, Sicherheitsglas 8 mm
Beschattung
Unterglasmarkise, Senkrechtmarkisen ringsum später ergänzt
Komfort
Funksteuerung für Markise und Beschattung
Investition
inklusive Montage (Preisstand Sommer 2019)
Kategorie 40.000–60.000 €
Hinter dem Haus lag eine Holzterrasse: ein Teil davon unter dem Balkon des Obergeschosses, der größere Teil offen, mit einem Sonnenschirm als einzigem Dach. Wittenhofen gehört zu Deggenhausertal, und wer dort wohnt, kennt beides, den Blick ins Grüne und den Wind, der über die Kuppen kommt. Gegen den hilft ein Schirm nicht, gegen einen Regennachmittag auch nur so lange, bis der erste Windstoß kommt.
Ein Dach, das an der Hauswand steht und sich trotzdem selbst trägt
Seit 2019 steht auf dieser Fläche ein Glashaus von rund 17 Quadratmetern, ein SDL Acubis von Solarlux, geplant von Markus Weber aus unserer Ausstellung in Wangen. An der Hauswand hängt es nicht: Über die vollen 4,9 Meter läuft dort ein freistehender Wandanschluss, das Profil dichtet nur gegen Regen ab und leitet keine Last in die Fassade. Nötig wurde das, weil sich an der Wand keine ausreichend tragfähige Befestigung fand. Getragen wird alles von vier eigenen Stützen, zwei hinten an der Wand und zwei vorne, jede mit Stahleinschub und vergrößerter Fußplatte. Die beiden vorderen stehen dabei nicht in den Ecken, sondern ein gutes Stück eingerückt, sodass das Dach über beide Ecken hinauskragt und die Glasfront dort ohne Stütze auskommt. Dazu kommen verstärkte Traufprofile über die ganze Breite, denn ausgelegt ist die Konstruktion auf 2,0 Kilonewton je Quadratmeter, rund 200 Kilogramm Schnee auf jedem Quadratmeter Glas. Im Dach liegt Verbundsicherheitsglas mit 12 Millimetern, der Rahmen trägt dasselbe Anthrazitgrau wie die Fensterrahmen des Hauses.

Sechzehn Glasflügel, die an der Wand parken
Die drei offenen Seiten schließen Glas-Schiebewände vom Typ SL 25 XXL aus 8 Millimeter Sicherheitsglas: sechs Flügel an der Front, an jeder Schmalseite fünf Felder, davon eines als Drehflügel, der sich einzeln als Tür öffnen lässt. Zusammen sind das sechzehn. Sie laufen in einer eingelassenen Bodenschiene und lassen sich zur Seite schieben, bis sie hinten an der Wand stehen. Wer alle öffnet, steht wieder auf einer offenen Terrasse, nur eben mit einem Dach darüber. Geheizt wird hier nicht. Bei Frost ist es im Glashaus so kalt wie draußen, nur ohne Regen und ohne Zug; der Gewinn liegt im März und im Oktober, wenn draußen noch niemand sitzen würde.

Der Schatten kam in zwei Schritten
Zum Dach gehörte von Anfang an eine Unterglasmarkise vom Typ SLM 200, die über die volle Dachfläche läuft. Ihr Tuch liegt geschützt unter dem Glas, fährt elektrisch aus und nimmt der Mittagssonne die Schärfe, bevor sie in den Raum kommt. Die Senkrechtmarkisen kamen dagegen erst später dazu, und dann gleich ringsum: an allen drei Glasseiten und über Eck geführt, sodass sich die tiefe Sonne aus jeder Richtung aussperren lässt.
Zuletzt kam der Boden
Als die Monteure nach drei Tagen abgezogen waren, lag im Glashaus noch der Kies der Baustelle. Unterbau und Bodenbelag hatte die Familie selbst übernommen, so war es abgesprochen. Die Investition lag inklusive Montage in der Kategorie 40.000 bis 60.000 Euro (Preisstand Sommer 2019); jedes Projekt wird individuell geplant und kalkuliert. Die Holzdielen kamen danach, und sie laufen heute von der alten Terrasse ohne Absatz weiter bis unter das Glasdach: Man sieht dem Platz nicht an, dass er einmal zwei Plätze waren.
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