Terrassenüberdachung · Raum Friedrichshafen
Terrassendach in Salem am schönen Bodensee
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Salem im Bodenseekreis
Größe
4,12 × 4,20 m (rund 17 m²)
Montagedauer
3 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Atrium plus, Pultdach mit 30 cm Dachüberstand
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 10 mm
Farbe
Eisenglimmer DB 703
Zubehör
Seiten
Ganzglas-Schiebewände SL 20e, 7 Flügel, dazu ein schmales Festglasband
Beschattung
Unterglasmarkise über die volle Dachfläche
Komfort
Funkmotor mit Achtkanal-Handsender, Rinne am Überstand mit Fallrohr
Investition
inklusive Montage (Preisstand Sommer 2020)
Kategorie 20.000–40.000 €
Am Bodensee kommt der Wind oft ohne Ankündigung, und er entscheidet mit, wie lange ein Abend auf der Terrasse dauert. In Salem sollte diese Entscheidung nicht mehr beim Wetter liegen. Gebaut wurde ein Pultdach, dessen Seiten sich vollständig zuschieben lassen.
Dreißig Zentimeter, die arbeiten
Das Dach ist ein SDL Atrium plus von Solarlux und neigt sich vom Haus zum Garten. Seine Sparren laufen über den vorderen Träger hinaus, dreißig Zentimeter weit, und an ihrem Ende sitzt die Rinne. Genau darum geht es: Traufe und Rinne rücken vor die Glasfront, statt unmittelbar darüber zu liegen. Das Wasser läuft geführt in die Rinne und von dort über ein Fallrohr ab, und die Schiebeflügel darunter bleiben bei Nieselwetter trocken. Möglich ist der Überstand, weil die Statik dieses Systems über dem Glas liegt und die Sparren sich deshalb weiterführen lassen; bei innenliegender Statik endet das Dach an der Traufe.

Sieben Flügel und ein schmales Glasband
An den offenen Seiten laufen Ganzglas-Schiebewände vom Typ SL 20e aus zehn Millimeter Sicherheitsglas. Vier Flügel liegen an der Front, drei an der Seite. Weil das Pultdach zum Garten hin abfällt, bleibt seitlich oben ein Streifen offen; den schließt ein schmales Festglasband. Wer alle Flügel zur Seite schiebt, sitzt wieder im Freien, wer sie zuzieht, sitzt windstill hinter Glas. Warm wird der Raum davon nicht: Frühjahr und Herbst werden länger, der Winter nicht.
Ein Tuch unter dem Glas
Für den Schatten sorgt eine Unterglasmarkise über die volle Dachfläche. Ihr Tuch liegt geschützt unter der Scheibe und fährt auf Knopfdruck aus; ausgefahren hängt es als helle Decke über der Lounge, und das Licht darunter wird weich. Bedient wird sie über einen Funkmotor mit Achtkanal-Handsender. Die Investition lag inklusive Montage in der Kategorie 20.000 bis 40.000 Euro (Preisstand Sommer 2020); Fundament, Bodenanpassung und die elektrischen Anschlüsse kamen bauseits dazu.
Zieht ein Gewitter über den See, wird auf dieser Terrasse nichts mehr abgeräumt. Die Wände gehen zu, und das Wasser läuft vorn in die Rinne, ein Stück vor der Scheibe.
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