Terrassenüberdachung · Raum Ravensburg
Terrassenüberdachung mit Outdoor-Küche in Aulendorf
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Aulendorf (Landkreis Ravensburg)
Größe
ca. 6,2 × 4,5 m (rund 28 m²)
Montagedauer
4 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Acubis, Flachdach-Optik
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 10 mm
Farbe
Eisenglimmer-Grau (DB 703)
Zubehör
Seiten
Schiebe-Dreh-Glaswände SL 25 auf drei Seiten (12 Flügel)
Beschattung
Unterglasmarkise über die volle Dachfläche, 3 Senkrechtmarkisen
Komfort
2 Infrarot-Heizstrahler, 16 LED-Spots, Funksteuerung mit Touch-Display
Investition
inklusive Montage (Preisstand Frühjahr 2020)
Kategorie 40.000–60.000 €
Unter dieser Terrassenüberdachung in Aulendorf wird gekocht: Am Pool eines erhöht gelegenen Grundstücks im Landkreis Ravensburg steht ein kubisches Glashaus, und darin eine komplette Außenküche mit Theke, Barhockern und Fernseher. Damit das bei jedem Wetter funktioniert, ist eine Seite nur zur Hälfte verglast: Unten schützt eine holzverkleidete Wand die Küchenzeile, darüber sitzen Glasflügel von 1,40 Metern Höhe, die sich zum Lüften aufschieben lassen.
Unten Küche, oben Glas
Innen steht an der holzverkleideten Wand die Küchenzeile mit Arbeitsflächen aus dunklem Stein, daneben die Theke, Regale für Gläser und Flaschen, der Fernseher an der Wand. Die Rückwand hält Wind und Regen von Geräten und Arbeitsfläche fern. Wird gekocht, schiebt Familie S. die beiden Glasflügel über der Küchenzeile auf, und der Dunst zieht direkt nach draußen ab.

Ein kubisches Dach, das an der offenen Ecke frei trägt
Über allem steht ein SDL Acubis von Solarlux: ein Glasdach in Flachdach-Optik, rund 6,2 auf 4,5 Meter, das Gefälle versteckt sich hinter der umlaufenden Blende. Im Dach liegt Verbundsicherheitsglas mit 10 Millimetern, ausgelegt auf eine Schneelast von 1,25 Kilonewton, umgerechnet rund 125 Kilogramm auf jedem Quadratmeter. Die Seiten schließen Schiebe-Dreh-Glaswände: sechs Flügel zur langen Front am Pool, vier auf der Schmalseite, dazu die beiden Flügel über der Küchenwand. Im Sommer schiebt Familie S. die Flügel zur Seite und dreht sie platzsparend weg, dann steht die Ecke komplett offen und das Dach trägt frei darüber hinweg: Zwei Ecken sind biegesteif ausgeführt, die Last übernehmen zwei kräftige Stützen mit 18 mal 18 Zentimetern Kantenmaß. Den Farbton DB 703 Eisenglimmer, ein dunkles Grau mit feinem Metallschimmer, teilt sich das Glashaus mit Markisen und Steuerungstechnik.

Vom Mittag bis in die Nacht
An heißen Tagen fährt die Unterglasmarkise aus, ein Tuch über die volle Dachfläche, und das Licht über dem Esstisch wird weich; weil das Tuch unter dem Glas läuft, bleibt es bei Wind und Regen geschützt. Steht die Sonne am Abend tief überm Land, fahren drei Senkrechtmarkisen vor die Glaswände. Danach übernehmen 16 LED-Spots im Dach, dimmbar bis zum letzten Rest Licht. Und wenn es im Frühjahr oder Herbst kühl wird, wärmen zwei Infrarot-Heizstrahler den Platz am Tisch. Gesteuert wird alles per Funk über einen Handsender mit Touch-Display; nur das Trommeln des Regens auf dem Glasdach hat keinen Schalter.

Der Raum heute
Aus dem Projekt geworden ist ein Raum, der benutzt wird: Unter dem Glasdach steht ein langer Holztisch mit Baumkante, die Regale hinter der Theke sind gefüllt, draußen wartet der Whirlpool neben der Natursteinmauer. Ehrlich bleibt der Raum trotzdem ein Außenraum: einfach verglast und unbeheizt, im Hochwinter bleibt es kalt unter dem Glas. Geplant hat das Projekt unser Fachplaner Christian Kienle, den Auftrag erteilte Familie S. im Frühjahr 2020; nach vier Montagetagen stand das Glashaus, gebaut von unseren eigenen festangestellten Monteuren. Die Investition lag in der Kategorie 40.000 bis 60.000 Euro inklusive Montage (Preisstand Frühjahr 2020); jedes Projekt wird individuell geplant und kalkuliert. Gekocht wird hier seither auch, wenn es regnet.
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