Terrassenüberdachung · Raum Ravensburg
Terrassenüberdachung bei Ravensburg
Projektbericht vom

Ein weißes Haus mit steilem Satteldach und weit vorstehendem Ortgang, in einem Ort bei Ravensburg; der Garten liegt hoch genug, dass der Blick über die Nachbardächer auf bewaldete Kuppen geht. Davor steht ein zweiter, viel flacherer Baukörper: eine Überdachung über die ganze Gartenseite, fast sieben Meter breit, weiß wie das Haus, mit einer geraden Blende, die rundum auf gleicher Höhe umläuft. Steiles Dach oben, waagerechte Kante darunter, mehr Kontrast braucht es nicht.
Die Kante bleibt gerade
Was von außen wie ein Flachdach wirkt, ist keines. Auch dieses Glasdach hat Gefälle, es verschwindet nur hinter der umlaufenden Blende. Beim Acubis von Solarlux liegen die Sparren unter der Glasebene, deshalb bleibt die Fläche von außen vollkommen eben; von innen sieht man die hellen Träger unter dem Glas hindurchlaufen. Das Regenwasser läuft bei diesem System verdeckt durch die Stützen ab. Ausgelegt ist die Konstruktion auf eine Schneelast von über 175 Kilogramm je Quadratmeter.

Was in der Konstruktion steckt
Dieselbe Blende nimmt die Beschattung auf: Die Beschattung ist in die Konstruktion integriert statt sichtbar aufgesetzt: rundum sitzen Senkrechtmarkisen von Solarlux, statt als Kassette unter dem Dach zu hängen. Oben sieht man ihnen nicht an, dass sie da sind, unten nehmen sie Sonne und Blicke aus dem Raum. In der Dachkonstruktion stecken LED-Spots, das Licht kommt am Abend also von oben und nicht von der Hauswand. Die Seiten schließen rahmenlose Glaselemente, die sich zur Seite schieben lassen, weiße Vogelsilhouetten kleben auf den Scheiben; an der einen Schmalseite fasst eine gemauerte Bruchsteinwand den Raum. Im Januar hält das Glas den Wind ab und sonst wenig. Leer steht die Fläche deshalb nicht, denn wenn draußen alles kahl ist, steht das Glas zu und die Senkrechtmarkisen bleiben oben.





