Terrassenüberdachung · Raum Bad Saulgau
Glashaus mit Feuerstelle in Herbertingen
Projektbericht vom

Hinter dem Glas brennt ein Feuer. In Herbertingen steht dafür ein Terrassendach in Form eines Glashauses, und unter diesem Dach wird nicht nur gesessen: eine gemauerte Feuerstelle mit Abzugshaube, daneben ein schwarzer Keramikgrill, dazu eine Arbeitszeile mit Spüle und beleuchteter Nische, an der Rückwand gestapeltes Scheitholz bis unter die Decke. Gegrillt wird hier unabhängig vom Wetter; wer am Feuer nachlegt, holt das Holz von der Wand.
Ein Flachdach mit zwei Grad
Das Dach ist ein Acubis von Solarlux: Die Sparren liegen unter dem Glas, außen läuft nur eine gerade, dunkle Blende um den Bau. Dahinter steckt die feste Neigung von zwei Grad, mit der das Regenwasser sicher abläuft; abgeleitet wird es innen, an der Konstruktion ist davon nichts zu sehen. An den offenen Seiten steht eine Dreh-Schiebeanlage aus rahmenlosen Glasflügeln, die zur Seite fahren und sich zusätzlich aufdrehen lassen; ein Element trägt einen Griff und dient als Tür. Zur Ausstattung gehören integrierte Beschattungen. Damit lässt sich derselbe Raum an einem stillen Herbsttag weit öffnen und an einem windigen Abend schließen.

Wenn es dunkel wird
Am Abend übernimmt das Licht die Regie: Die Nische über der Arbeitsplatte leuchtet, dimmbare LED-Spots sitzen im Dach, und der lange Holztisch steht in warmem Licht, während der Himmel draußen noch blau nachleuchtet. Ein Glashaus dieser Bauart ist nicht gedämmt, es bleibt auch geschlossen ein Außenraum. Hier ist genau das der Punkt: Das Glas hält den Wind ab, die Feuerstelle liefert Wärme, und das Feuer vom Nachmittag brennt am späten Abend immer noch.





