Terrassenüberdachung · Raum Bad Saulgau
Terrassenüberdachung in Hohentengen
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Hohentengen bei Bad Saulgau
Größe
rund 10 × 3,7 m (rund 37 m²)
Montagedauer
5 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Acubis, Glashaus
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 10 mm
Farbe
Eisenglimmer DB 703, Feinstruktur
Zubehör
Seiten
Ganzglas-Schiebewände SL 20e, 13 Flügel auf zwei Seiten, dritte Seite in Holz
Beschattung
zwei Unterglasmarkisen, zwei Senkrechtmarkisen
Komfort
12 dimmbare LED-Spots in den Sparren, Funksteuerung mit Touch-Handsender
Investition
inklusive Montage (Preisstand Frühjahr 2024)
Kategorie über 60.000 €
Fast zehn Meter misst die Front dieses Glashauses, und dahinter geht der Blick über die Dächer von Hohentengen ins offene Hügelland. Ein Dach an dieser Stelle darf vor allem eines nicht: die Aussicht verstellen.
Dreizehn Flügel, die zur Seite fahren
An zwei Seiten laufen Ganzglas-Schiebewände vom Typ SL 20e aus zehn Millimeter Sicherheitsglas. Dreizehn Flügel verteilen sich auf drei Elemente. Wer sie zur Seite fährt, steht wieder auf einer offenen Terrasse; geschlossen halten sie den Wind ab, der über die Kuppe kommt. Die dritte Seite ist mit Holz verschalt und gibt dem Raum einen Rücken, der dem vielen Glas die Strenge nimmt. Gebaut ist das Ganze als SDL Acubis von Solarlux in Eisenglimmer DB 703 mit Feinstruktur: Die Sparren liegen unter der Glasebene, von außen bleibt eine ebene Fläche hinter einer geraden Blende.

Zwei Markisen unter dem Glas, zwei davor
Für den Schatten sorgen zwei Unterglasmarkisen, die zusammen die ganze Dachfläche abdecken. Ihre Tücher liegen geschützt unter der Scheibe; ausgefahren hängen sie als helle Decke über dem Tisch, und das Licht darunter wird weich. Gegen die flache Abendsonne fahren zusätzlich zwei Senkrechtmarkisen vor die Glasseiten. Bedient wird alles über Funk, mit einem Handsender mit Touch-Display.
Zwölf Spots in den Sparren
Im Dach sitzen zwölf LED-Spots, zwei in jedem Sparren, warmweiß und dimmbar. Abends dreht sich das Bild um: Der Tisch liegt im Licht, die Glasfront spiegelt den letzten Rest Himmel, und der Ort darunter verschwindet nach und nach im Dunkeln. Ein Sommerabend endet hier nicht, wenn es dunkel wird. Geheizt wird dagegen nicht. An einem Januartag ist es unter dem Glas so kalt wie im Garten, nur eben trocken und ohne Zug.

Was in der Konstruktion steckt
Getragen wird das Dach von eigenen Stützen, zwei davon in der verstärkten Ausführung mit 180 Millimetern Kantenlänge. Über die volle Länge läuft eine verstärkte Traufe; ausgelegt ist die Konstruktion auf 0,96 Kilonewton je Quadratmeter. Genehmigungspflichtig war das Dach ebenfalls, bestellt wurde es erst nach der Baugenehmigung. Geplant hat das Projekt Stefan Rettich aus unserer Ausstellung in Herbertingen. Die Investition lag inklusive Montage in der Kategorie über 60.000 Euro (Preisstand Frühjahr 2024); jedes Projekt wird individuell geplant und kalkuliert.
Der Blick über die Dächer war vorher schon da. Neu ist, dass der Tisch darunter das ganze Jahr an derselben Stelle stehen bleibt.
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