Terrassenüberdachung · Raum Wangen
Terrassendach am Altbau in Wangen
Projektbericht vom

Ein weiß verputzter Altbau mit roten Klappläden und Ziegeldach setzt einem Anbau enge Grenzen. In Wangen bleibt deshalb alles in einer Linie: Vom Sitzplatz reicht das Terrassendach an der Fassade entlang bis an den Hauseingang, wo ein eigenes Vordach mit eigenen Stützen eine Stufe tiefer dieselbe Richtung weiterführt. Wer bei Regen ankommt, steht trocken, bevor der Schlüssel im Schloss ist.
Gerechnet auf den Schnee im Allgäu
Rund 6 mal 4 Meter überdeckt die Konstruktion, und ihre Statik ist massiv ausgelegt, weil im Allgäu mehr Schnee liegen bleibt als anderswo. Die Profile tragen das Farbdesign DB702, ein anthrazitgraues Metallic, die Sparren liegen unter der Glasfläche, und dazwischen bleibt so viel Himmel wie möglich. Über dem Glas beschattet eine Aufdachmarkise, ringsum lassen sich senkrechte Beschattungen herunterfahren, an der Westseite steht eine Schiebeanlage aus Glas gegen Wind und Schlagregen. Regensicher ist die Terrasse damit noch nicht: Die senkrechten Bahnen nehmen Sonne und Blicke, Wasser halten sie nicht auf.

Terrasse und Garten in einem Zug
Die Terrasse liegt auf der Höhe des Wohnraums, der Übergang von innen nach außen kommt deshalb ohne Stufe aus. Zum Rasen hin fällt sie über zwei Stufen ab, an der Kante setzt eine Reihe Pflastersteine die hellen, großformatigen Platten ab. Der Garten dahinter ist neu angelegt, von der Firma Kappler Gartenbau, und auf dieses Niveau eingemessen, mit Wasserspiel und indirekter Beleuchtung für die Abendstunden. Die Outdoor-Möbel unter dem Dach stammen von der Firma Jocham aus Wangen; stehen bleiben dürfen sie, weil das Glas über ihnen bis an die Fassade reicht.





