Terrassenüberdachung · Raum Wangen
Terrassenüberdachung Wangen im Allgäu
Projektbericht vom

Die Form ist an diesem Haus am Ortsrand von Wangen im Allgäu längst gesetzt: versetzte weiße Kuben, Flachdächer, oben eine Dachterrasse mit Glasbrüstung. Der Anbau davor musste nichts hinzufügen: Er setzt sich in Tiefschwarz vor die weiße Wand, nimmt deren gerade Kante auf und besteht ansonsten aus Glas. Ein Gefälle hat auch dieses Dach, von keiner Seite ist es zu sehen; beim Acubis von Solarlux steckt es hinter der umlaufenden Blende.
Vier Meter, die sich öffnen lassen
Zum Esszimmer hin trennt eine Glas-Faltwand die Räume, auf voller Breite von vier Metern; geöffnet stapeln sich ihre Flügel an der Seite. Steht die Sonne im Spätjahr tief, legt sie einen einzigen Lichtstreifen über den Esstisch drinnen und die Platten draußen, quer durch die offene Wand. Sitzt jemand am Esstisch, reicht der Blick über den roten Tisch im Glashaus bis auf die Wiesen dahinter.

Windstill, aber nicht warm
An den offenen Seiten sitzen Schiebeanlagen im Rahmen, tiefschwarz wie die ganze Konstruktion, RAL 9005; zugeschoben wird aus dem Anbau ein Glashaus, ohne dass der Blick in den Garten abreißt. Kommt die Sonne von der Seite, fahren zusätzlich Senkrechtbeschattungen herunter, unter dem Glas nimmt eine Markise der Mittagssonne die Schärfe. Ungedämmt ist so ein Anbau trotzdem. Er hält Wind und Regen ab und dehnt die Saison, die Außentemperatur nimmt er mit herein. Im Hängesessel liegt deshalb ein Fell.
Genutzt wird der Raum bis in den Winter hinein. Sind Faltwand und Schiebeanlagen zu, sitzt man im Trockenen und im Windstillen; die Wärme muss von innen kommen.





