Terrassenüberdachung · Raum Ravensburg
Glashaus in Bodnegg bei Ravensburg
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Bodnegg (Landkreis Ravensburg)
Größe
ca. 5,25 × 1,8 m, als Verlängerung unter dem Balkon
Montagedauer
3 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Atrium plus, am Balkon angebunden
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 10 mm, 30 cm Überstand an der Traufe
Farbe
Weißaluminium (RAL 9006)
Zubehör
Seiten
Glas-Schiebewände SL 20e, 9 Flügel und 2 feste Felder
Investition
inklusive Montage (Preisstand Frühjahr 2019)
Kategorie 20.000–40.000 €
Ein Balkon hält den Regen ab, aber nur über dem schmalen Streifen direkt an der Hauswand. Der Rest der Terrasse in Bodnegg gehörte dem Wetter: Es fing an zu tröpfeln, und der Abend zog ins Haus um. Seit 2019 bleibt er draußen.
Ein Dach, das nur 1,80 Meter dazugibt
Ein Glasdach reicht seither 1,80 Meter weiter in den Garten, ringsum sind Glaselemente dazugekommen. Das System ist ein SDL Atrium plus von Solarlux, 5,25 Meter breit, geplant von Christian Kienle. Es hängt nicht in der Luft, sondern schließt an den bestehenden Balkon an; ob der die zusätzliche Last aufnimmt, wurde vorab am Bau geprüft und bestätigt. Getragen wird die Konstruktion von zwei Stützen und einem Leimbinder, die Traufe ist über die volle Breite verstärkt, ausgelegt auf 1,25 Kilonewton je Quadratmeter. Im Dach liegt Verbundsicherheitsglas mit 10 Millimetern. Vorne bleiben 1,98 Meter Durchgangshöhe, an der Wand 2,42. Alles ist in Weißaluminium gehalten, demselben hellen Ton wie die Balkonbrüstung darüber.

Glas bis auf die Mauer
Zum Garten hin fasst eine niedrige Mauer aus Natursteinen die Terrasse ein, gut einen halben Meter hoch. Statt sie abzureißen, sitzen die Glaselemente dort oben auf: Wo die Mauer steht, sind die Schiebeflügel 1,48 Meter hoch, wo der Boden durchläuft, messen sie 2,02 Meter. Zusammen sind es neun Schiebeflügel aus 8 Millimeter Sicherheitsglas, dazu zwei feste Felder an den Stellen, an denen nichts bewegt werden muss, und über den schrägen Resten unter dem Dach zwei keilförmige Festverglasungen. Verriegelt wird von innen mit Schiebern. Geheizt wird hier nichts. Der Raum hält Wind und Regen ab, mehr nicht, und genau das verlängert die Abende im Frühjahr und im Herbst.
Die Traufe ohne Rinne
An der Vorderkante hängt keine Dachrinne, und das ist eine Entscheidung und kein Vergessen: Direkt unter der Traufe liegen die Beete, und das Dachglas steht 30 Zentimeter über die Konstruktion hinaus, sodass der Regen mit Abstand zur Glaswand in die Pflanzen fällt. Bei den meisten Dächern gehört eine Rinne dazu, hier war der Verzicht ausdrücklich gewollt. Drei Tage hat die Montage gedauert, die Investition lag inklusive Montage in der Kategorie 20.000 bis 40.000 Euro (Preisstand Frühjahr 2019). Wenn es heute regnet, hört man es auf dem Glas und sieht es an der Kante herunterkommen, einen halben Meter vor der Nase, direkt in die Beete.
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