Terrassenüberdachung · Raum Dornbirn
Kaltwintergarten über dem Nebelmeer in Vorarlberg
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Übersaxen in Vorarlberg (gut 900 m Seehöhe)
Größe
ca. 4,3 × 3,7 m (rund 16 m²)
Montagedauer
3 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Acubis, Flachdach-Optik
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 12 mm
Farbe
Eisenglimmer-Grau (DB 703)
Zubehör
Seiten
Rahmenlose Glas-Schiebewände, 9 Flügel
Beschattung
Unterglasmarkise unter dem Glasdach
Komfort
Funksteuerung mit 6-Kanal-Handsender
Investition
inklusive Montage (Preisstand Sommer 2025)
Kategorie 20.000–40.000 €
350 Kilogramm auf jedem Quadratmeter: Für so viel Schnee ist das Glasdach dieses Kaltwintergartens in Übersaxen ausgelegt. Das Dorf sitzt am Hang über dem Vorarlberger Rheintal, und an vielen Wintertagen verschwindet das Tal unter einer geschlossenen Nebeldecke, während oben über der Terrasse von Familie M. die Sonne steht. Der Blick geht dann über das Nebelmeer bis zu den verschneiten Bergen auf der Schweizer Seite.
Eine Loggia wächst zum Glashaus
Geschützt war auf dieser Terrasse bisher nur ein Stück: Am Haus liegt eine Loggia mit Holzdecke und gemauerter Brüstung, der Rest lag frei vor der Fassade. Der neue Kaltwintergarten schließt direkt an die Loggia an und überdeckt den offenen Teil, ein Glasdach von rund 4,3 auf 3,7 Metern. Auch die Loggia selbst blieb nicht länger offen: Auf ihre Brüstung setzten unsere Monteure eine Schiebeanlage aus drei Glasflügeln, die sich zum Lüften zur Seite schieben lassen. So gehen die alte Holzdecke und das neue Glasdach heute ineinander über, und aus zwei halben Plätzen ist einer geworden.

Wo die Reserven für den Schnee stecken
Übersaxen liegt auf gut 900 Metern, und hier oben fällt im Winter deutlich mehr Schnee als unten im Tal. Das Dach ist ein SDL Acubis von Solarlux: kubische Flachdach-Optik mit klaren Kanten, der Farbton DB 703 Eisenglimmer, ein dunkles Grau mit feinem Metallschimmer. Ausgelegt ist es auf 3,50 Kilonewton je Quadratmeter, umgerechnet 350 Kilogramm auf jedem Quadratmeter Glas. Dafür wurde an mehreren Stellen verstärkt. Im Dach liegt Verbundsicherheitsglas mit 12 statt 10 Millimetern, die Traufe ist über die volle Breite sonderverstärkt. Die freie Vorderkante tragen zwei kräftige Stützen mit 18 mal 18 Zentimetern Kantenmaß, auf verstärkten Fußplatten. Von außen sieht man davon wenig, und genau das ist der Punkt: Die Reserven stecken in Profilen, Glas und Füßen, nicht in zusätzlichen Streben vor der Aussicht.

Glaswände, die im Sommer verschwinden
Die offenen Seiten schließen rahmenlose Glas-Schiebewände aus 10 Millimeter Einscheibensicherheitsglas, von innen verriegelbar: je drei Flügel an der Front und an der Stirnseite, dazu die drei auf der Loggia-Brüstung, insgesamt neun. Geschlossen halten die Scheiben Wind und Schnee draußen, ohne den Blick zu verstellen. Im Sommer schiebt Familie M. die Flügel zusammen, dann wird aus dem Wintergarten wieder eine offene Terrasse. Gegen hochstehende Sonne fährt unter dem Glasdach eine Unterglasmarkise aus; weil das Tuch unter dem Glas läuft, bleibt es bei Wind geschützt. Gesteuert wird alles per Funk über einen Handsender mit sechs Kanälen. Ehrlich bleibt der Raum dabei ein Außenraum: einfach verglast und unbeheizt. Im Hochwinter ist es kalt unter dem Glas, aber windstill, trocken und hell.

Der erste Winter
Geplant hat den Kaltwintergarten unser Fachplaner Markus Weber aus der Ausstellung in Wangen im Allgäu; für Dach, Glaswände und Markise brauchten unsere eigenen festangestellten Monteure drei Montagetage, einmal über die Grenze nach Vorarlberg. Die Investition lag in der Kategorie 20.000 bis 40.000 Euro inklusive Montage (Preisstand Sommer 2025); jedes Projekt wird individuell geplant und kalkuliert. Im ersten Winter danach stand auf dem langen Esstisch die Adventsdeko, im Tal lag der Nebel, und hinter den Scheiben blieb der Blick frei bis auf die andere Seite des Rheintals.
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