Lamellendach · Raum Wangen
Lamellendach in Wangen im Allgäu
Projektbericht vom

An dieser Hausseite gibt es Lamellen in drei Ausführungen. Vor dem Fenster sitzen dunkle Läden mit waagerechten Stäben, neben dem Sitzplatz laufen Schiebeläden aus Holz in ihren Schienen, und über dem Kopf liegt kein Glas, sondern Aluminium. Nur die dritte Lage dreht sich: flach gestellt beschattet sie den Sitzplatz und hält den Regen ab, aufgedreht fällt das Licht in Streifen auf die Dielen.
Drei Schichten gegen drei Arten von Sonne
Jede Lage hat ihre Aufgabe. Das Dach nimmt die hohe Sonne, die Holzläden schieben sich vor die offene Seite und nehmen dabei auch den Blick vom Nachbargrundstück, und an der Seite fährt eine Senkrechtmarkise herunter, sobald die Sonne so flach steht, dass weder Dach noch Läden etwas ausrichten. Dass Schiebeelemente und Senkrechtbeschattung an derselben Anlage nebeneinander möglich sind, hängt am Profil: Das Lamaxa L60 von Warema hat kräftige Stützen und Querträger, die beides aufnehmen.

Was ein Lamellendach kann und was nicht
Ehrlich bleibt zu sagen: Dicht ist so ein Dach nur, solange die Lamellen geschlossen sind. Wer bei Regen offenen Himmel über der Terrasse will, ist mit Glas besser bedient. Dafür trägt das kräftige Profil die Fläche weit von der Hauswand weg. An der Vorderkante spannt ein durchgehender Träger über die ganze Breite, die Stützen stehen an den äußeren Ecken. Der Sitzplatz bleibt dadurch offen zum Garten hin, und am Rand des Grundstücks in Wangen geht der Blick über Wiesen und Wald.

Wer abends draußen sitzen will, dreht die Lamellen auf, und über dem Sitzplatz steht der Himmel. Fängt es an zu regnen, schließt sich die Fläche auf Knopfdruck. Zehn Minuten Regen haben schon viele Abende beendet, diesen hier nicht.




