Terrassenüberdachung · Raum Konstanz
Terrassendach mit Schiebeanlagen in Überlingen
Projektbericht vom

Mitten im neuen Raum stehen zwei Holzstützen. Sie sind roh, verwittert und sichtbar älter als das weiße Aluminium ringsum, und die Glasfront läuft außen an ihnen vorbei. Wer von außen durch die Front schaut, sieht deshalb beides nebeneinander, das alte Holz und die neue, gerade Kante darüber.
Eine weiße Linie am roten Haus
Das Dach ist ein Acubis von Solarlux, ein Kubus in Weiß, und am roten Haus wird daraus vor allem eine Linie. Seine obere Kante läuft waagerecht durch, darüber führt das Geländer im Obergeschoss dieselbe Richtung weiter. Geneigt ist die Fläche trotzdem, um zwei Grad, damit das Wasser abläuft; die umlaufende Blende verdeckt das Gefälle. Von unten löst sich die Fläche dagegen in ein Raster auf: weiße Träger, dazwischen Glas, darüber Himmel und Zweige.

Glas, das zur Seite fährt
An Front und Schmalseite laufen rahmenlose Glasflügel. Geschlossen halten sie Wind und Regen ab, ohne dem Blick etwas wegzunehmen, und der reicht hier weit: Das Grundstück in Überlingen liegt direkt am Ufer des Bodensees, der Rasen läuft bis ans Wasser, über den See geht der Blick Richtung Mainau und Konstanz. Werden die Flügel zur Seite gefahren, steht die Front offen und aus dem Raum wird wieder eine Terrasse. Für Tage mit steil stehender Sonne ist eine Markise in das Dach integriert, für die Abende eine dimmbare Beleuchtung.
Was so entsteht, ist ein Kalt-Wintergarten: ein Raum ohne Dämmung und ohne Heizung, in dem die Sonne die Temperatur macht. Solange sie draufsteht, wird es innen warm, an einem trüben Novembertag bleibt es so kühl wie draußen. Am Ende der Montage steht das Sofa aus Geflecht schon drin und der Tisch ist gedeckt, während draußen noch die letzten Scheiben abgezogen werden.





