Terrassenüberdachung · Raum Wangen
Terrassenüberdachung bei Wangen
Projektbericht vom

Am vorderen Rand steht die Glasfläche ein Stück über den Träger hinaus. Dieser Dachüberstand ist eingeplant und nicht zufällig: Regen tropft dadurch weiter vorn ab, bei Wind und leichtem Nieselregen bleibt der Sitzplatz darunter trocken, und unter der Traufe liegt eine Schattenlinie, die dem Glasdach Tiefe gibt.
Hell zum weißen Haus
Farblich hält sich die Konstruktion an das Gebäude und nicht an den Zeitgeist. Das Haus in der Nähe von Wangen ist weiß verputzt, die Fenster braun, darüber liegt ein Balkon mit heller Brüstung; entsprechend hell ist auch die Überdachung ausgeführt, in RAL 9006, Weißaluminium. Zwischen den roten Ziegeldächern der Nachbarschaft bleibt sie dadurch ruhig. Getragen wird sie vom Atrium Plus von Solarlux, ausgelegt auf 350 Kilogramm Schnee je Quadratmeter.

Eine Wand aus Glas, sonst offen
Gegen den Wind steht zur Westseite hin eine Verglasung bis unter das Dach, die übrigen Seiten bleiben frei. Das reicht, damit die Kübel auf dem Holzboden stehen bleiben, auch wenn der Baum im Garten längst kahl ist. Beschattet wird von unten: Eine Markise unterhalb der Glasfläche lässt sich per Knopfdruck stufenlos einstellen, ganz heraus für Schatten, ein Stück zurück, wenn jemand das Tageslicht behalten will. Genutzt wird die Terrasse seither weit über den Sommer hinaus, bis in den Herbst und an milden Wintertagen. Ein geschlossener Raum wird daraus trotzdem nicht: An einem nassen Novembertag sitzt hier niemand, im März bei Sonne dagegen schon.





