Terrassenüberdachung · Raum Singen
Terrassenüberdachung in Radolfzell
Projektbericht vom

Die Terrasse an diesem Haus in Radolfzell steht auf Stützen, eine Holzfläche über dem Rasen; das Haus steht dicht an seinen Nachbarn, der Platz zum Sitzen liegt oben. Ungeschützt blieb er allerdings meist ungenutzt, und genau das wollte Familie H. ändern: Auf die vorhandene Terrasse ist deshalb ein Glasdach gesetzt worden. Zum Garten hin führen breite Holzstufen hinunter, daneben läuft der Belag über den offenen Stauraum weiter; wer von unten heraufkommt, steht mit der obersten Stufe unter dem Dach.
Sparren über dem Glas
Verbaut ist ein Atrium plus von Solarlux: Die tragenden Sparren sitzen oberhalb der Glasfläche. Von außen zeichnen sie das Dach als Linienraster, von unten bleibt fast nur Glas und Himmel. Weil die Kräfte über dem Glas abgetragen werden, dürfen die Profile schlank bleiben, auch wenn die Fläche größer wird. Pulverbeschichtet sind die Profile in DB 702, einem metallischen Grau; nachgestrichen werden muss daran auch am See nichts.

Wand aus Glas, Schiene im Holz
An der Front und an der Seite laufen rahmenlose Schiebeflügel. Sie stehen ohne senkrechte Rahmen nebeneinander, geführt von einer flachen Schiene im Holzboden. Zwischen Sitzplatz und Nachbarschaft steht damit nichts als Glas, und der Blick geht über die Gärten hinweg zu den Dächern der Umgebung. Ganz verschwinden die Flügel beim Öffnen allerdings nicht: Sie fahren zur Seite und stehen dort als Paket in der Ecke. In die Konstruktion ist außerdem eine dimm- und steuerbare LED-Beleuchtung eingelassen, die kaum aufträgt.
Dach, Seitenverglasung und Beleuchtung waren nach drei Werktagen montiert. Beheizen lässt sich der Platz nicht, dafür fehlt ringsum die Dämmung. Wer im April die Flügel zuzieht, sitzt oben trotzdem im Trockenen, während unten der Regen auf die breiten Holzstufen fällt.





