Terrassenüberdachung · Raum Wangen
Terrassenüberdachung in Wangen im Allgäu
Projektbericht vom

Zwei Stützen tragen dieses Terrassendach, mehr nicht. Die eine steht an der Ecke zum Rasen, die zweite am anderen Ende der Traufe, den hinteren Rand nimmt die Hauswand auf. Dazwischen bleibt die Fläche über dem Esstisch frei, ohne dass irgendwo ein Pfosten im Weg wäre.
Fünf Grad, die man nicht sieht
Möglich macht das die Bauart des Alerio von Solarlux: Die Statik liegt innen, in schlanken Sparren, die das Glas von unten tragen, und mit zwei Sparrengrößen trägt jedes Dach nur so viel Profil, wie es wirklich braucht. Geneigt ist die Fläche um fünf Grad, genug, damit das Wasser läuft, zu wenig, um von unten aufzufallen. Abgeleitet wird es durch die Stützen, an der Fassade hängt kein Fallrohr. Am Übergang zur Hauswand sitzt der Kasten einer Markise, die unter dem Glas läuft; ausgefahren nimmt sie die Mittagssonne aus der Fläche, eingefahren verschwindet sie fast, geregelt wird sie per Funk. Die Profile sind in RAL 7016 pulverbeschichtet, anthrazitgrau matt: hochwertig und trotzdem zurückhaltend, darauf legten die Bauherren Wert.

Nachbarschaft auf kurze Distanz
Das Haus steht in einem jungen Wohngebiet nicht weit von der historischen Altstadt von Wangen im Allgäu, und die Nachbarschaft steht dicht: seitlich Gabionen und eine Hecke, hinter dem Rasen schon die Stellplätze. Genau da hat die offene Bauweise ihre Grenze. Das Dach hält Regen und hohe Sonne ab, gegen den Blick von schräg gegenüber richtet es nichts aus.

Im Winter hängt jemand eine Lichterkette über die ganze Länge der Sparren; mehr müssen sie nicht tragen. Der Tisch darunter bleibt stehen, mit Stühlen an beiden Längsseiten. Ein Esstisch, der im Dezember noch draußen steht, ist ein anderer Esstisch.




