Terrassenüberdachung · Raum Überlingen
Terrassenüberdachung am Landhaus in Herdwangen
Projektbericht vom · aktualisiert im

Das Projekt auf einen Blick
Projekt
Ort
Herdwangen-Schönach (Landkreis Sigmaringen)
Größe
ca. 4,28 × 2,5 m (rund 10,7 m²)
Montagedauer
3 Tage, eigene Monteure
Dach
System
Solarlux SDL Atrium plus, Wandanschluss vor der Dachrinne
Dachverglasung
Verbundsicherheitsglas 10 mm
Farbe
helles Eisenglimmer-Grau (DB 701)
Zubehör
Seiten
Glas-Schiebewände SL 20e, je 5 Flügel auf drei Seiten, Sicherheitsglas 10 mm
Beschattung
Unterglasmarkise SLM 200 über 4,2 × 2,5 m
Komfort
8 dimmbare LED-Spots, Funksteuerung mit Touch-Display
Investition
inklusive Montage (Preisstand Ende 2023)
Kategorie 20.000–40.000 €
Das Landhaus in Herdwangen trägt ein steiles Ziegeldach, und darauf liegt von der Traufe bis zum First Photovoltaik. Davor, auf der Südseite, liegt die Terrasse: offen zur Wiese, mittags die Sonne voll drauf. Für ein Glasdach war das die beste Stelle am Haus und zugleich die schwierigste, denn die Traufe sitzt tief und auf die Ziegel durfte wegen der Module nichts.
Warum das Dach vor die Dachrinne musste
Der übliche Weg wäre der Wandanschluss unter der Traufe gewesen, aber bei dieser Traufhöhe wäre darunter zu wenig Durchgang geblieben. Also wanderte der Anschluss nach vorn: Er hängt heute an Winkeln, die an den Sparren des Hausdachs sitzen und das Glasdach vor der Dachrinne aufnehmen. Zwei weitere Verstärkungen sieht man überhaupt nicht. In der vorderen Traverse steckt ein Stahleinschub, damit die Front ohne Mittelstütze über die volle Breite spannt, und in den Frontstützen sitzt Stahl, der die Ecken biegesteif macht. Vom ganzen Aufwand bleibt im Alltag zweierlei: Man geht unter dem Anschluss aufrecht durch, obwohl die Traufe tief sitzt, und zwischen den Eckstützen steht nichts im Blick. Regen und Schmelzwasser vom Ziegeldach laufen weiter ihren alten Weg durch Rinne und Fallrohr, nicht über das neue Glas. Wie das am Haus aussehen würde, stand schon vor dem Auftrag fest: Das Video unten ist die 3D-Visualisierung aus der Planung.

Fünfzehn Schiebeflügel auf drei Seiten
Die Glaswände sind größer als das Dach: An den Seiten laufen sie bis an die Hauswand durch und nehmen den Dachüberstand des Hauses mit unter Glas. Je fünf Flügel stehen zur Gartenseite, nach rechts und nach links, jeder mit Aushebesicherung, verriegelt wird von innen mit Schiebern. Wer öffnen will, schiebt sie übereinander an das Ende der Schiene, und aus dem Raum wird wieder eine Terrasse; geschlossen halten sie den Wind ab, der über die Wiese kommt. Im Dach liegt Verbundsicherheitsglas, darunter fährt eine Unterglasmarkise aus. Das helle Eisenglimmer-Grau nimmt sich zwischen rotem Ziegel und braunem Holz zurück. Eine Heizung gibt es nicht: Das Glashaus bleibt ein Außenraum, nur eben einer mit Dach und Wänden.

Acht Punkte Licht für die dunkle Hälfte des Jahres
Vier Strahlerleisten liegen unter den Sparren, jede mit zwei warmweißen LED-Spots, alle dimmbar über eine Funksteuerung mit Touch-Display. Sie sind der Grund, warum der Raum auch dann noch etwas hergibt, wenn es um halb fünf dämmert. Aufgebaut haben unsere eigenen festangestellten Monteure das Glashaus in drei Tagen. Die Investition lag inklusive Montage in der Kategorie 20.000 bis 40.000 Euro (Preisstand Ende 2023). Im Dezember wird der Tisch unter dem Glasdach gedeckt, der Adventskranz steht in der Mitte, und der Regen bleibt oben auf dem Glas.
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